Neue CDs!
Nach so vielen Textbeiträgen ist es denke ich mal wieder Zeit für ein kleines Bildchen. Folgende CDs habe ich heute erhalten:
Amon Amarth – The Crusher
Amon Amarth – The Avenger
The Offspring – Ignition
sowie Sum41 – Chuck

Erhalten habe ich wie zu sehen vier CDs. Bezahlt jedoch nur drei!
Bei Amazon gibt es ja immer mal wieder diese Angebote „4 CDs zum Preis von 3″ und da kann ich immer nur schwer widerstehen… Nachdem ich zwei Tage damit verbrachte mich für die zwei letzten CDs zu entscheiden kam mir die rettende Idee: Ein Würfel solltemir die Entscheidung abnehmen! Das war der klügste Zug den ich machen konnte, denn ansonsten hätte ich da warscheinlich jetzt noch vorgesessen und mir die CDs immer und immer wieder angehört…
Besuch im Hansa Park
Heute gibt es noch ein paar mehr Einträge, die Berichte vom Fonsstock waren längst überfällig und nun komme ich auch zu den Geschehnissen des heutigen Tages ;).
Wir (JD, Nikki, Torben, Kai, Ich) waren heute im Hansa Park nahe Hamburg. Nachdem ich um 06:20 Uhr eingesammelt wurde begann die Fahrt. Diese entpuppte sich als ziemlich anstrengend, da ich hinten in der Mitte sitzen musste und der Platz dort nur sehr unzureichend gepolstert war. Das Resultat waren Rückenschmerzen. Nachdem wir unterwegs Brötchen gekauft und verspeist hatten kamen wir nach (ich glaub) etwas über 2 Stunden auch in besagtem Park an und ich war froh, dass ich mich endlich wieder bewegen konnte.
Es war unser Ziel einmal in jedes Fahrgeschäft zu gehen, was auch nicht sonderlich schwer war, da der Park nicht der größte ist. Dennoch hatten wir eine Menge Spaß und die 22€ Eintritt haben sich auf jeden Fall gelohnt. Meine persönlichen Favoriten waren: Das 4D-Kino, welches ich wirklich sehr nett gemacht fand (Wer dort mal hinfährt, sollte sich das nicht entgehen lassen!), die Schlauchboot-Rutsche, in der man in einem Schlauchboot eine bewässerte Rutsche mit dem Ziel herunterraste, möglichst weit zu gleiten und zu guter letzt das „Pow Wow“ genannte Fahrgeschäft. Dies ist einfach eine Ansammlung von riesigen Schüsseln, in denen man Platz nehmen kann, auf einigen rotierenden Scheiben. Einer für sich also ziemlich harmlos. Mit ein wenig Muskelkraft konnte man die Gondeln aber richtig schnell drehen, so dass dieses Fahrgeschäft zur größten Kotzschleuder des ganzen Parks mutierte!
Die Wildwassebahnfahrten waren auch nicht zu verachten, zumal ständig alle nass wurden… nur ich nicht wirklich^^. Gegen Ende wollten wir noch ‘ne Runde Minigolf spielen, aber die Bahn hatte leider geschlossen. Unweit davon entdeckten wir jedoch eine Eisdiele. Dort kaufte ich mir bei der äußerst netten Verkäuferin für 2,40€ ein Eis mit drei Kugeln: Erdbeer, Schokolade und Pfirsisch. Das Pfirsicheis war richtig lecker! So ein Eis hatte ich schon lange nicht mehr gegessen.
Nachdem wir alle Fahrgeschäfte abgeklappert hatten traten wir die Heimreise an und sahen einem schönen Tag hinterher. Auf dem Rückweg rasteten wir noch kurz bei Mc Donalds wo ich (nächstes Highlight!) den ersten Big Mac meines Lebens bestellte und verzehrte!!! Er schmeckte mir sogar aber im Vergleich zu einem guten Chickenburger sind die Teile ein Witz!
Der Rest der Fahrt verlief widerum ereignislos. Ich schlief lediglich einige male ein, sackte mit dem Kopf nach vorne und knallte dann nach links gegen den Sitz, wodurch ich wieder aufwachte. Kai schlief fast die ganze Zeit durch. Er hatte ja auch keinen Schlaf bekommen :P. Bei mir zu Hause angekommen verabschiedete man sich und ich trat in mein Heim ein, wo ich nun diesen (und noch weitere) Bericht verfasste.
Fonsstock 2007 – Tag 2
Am Samstag Mittag wachte ich gegen 14:30 Uhr auf. Wir wollten uns um 13.00 Uhr auf dem Gelände treffen, um uns den Nordenhamer Chantychor anzusehen, der traditionsgetreu Seemannslieder trällerte. Ich stand also um 15:00 Uhr auf, nahm erstmal eine Dusche und aß dann zu Mittag. Sören hatte sein Handy aus und so blieb meine Bitte mir doch bitte mitzuteilen, wer als nächstes spielen und wann dies sein würde unbeantwortet blieb. Zum Glück war Torben (sein Bruder) auch da und dieser Antwortete auch gegen 16:40 Uhr, dass Rampires die nächste Band seien und jeden Moment loslegen würden. Da ich die Rampires extremst geil finde machte ich mich sofort auf den Weg und kam auch noch rechtzeitig zum zweiten oder dritten Stück der Band auf das Festivalgelände zurück. Wie ich es erwartet hatte, waren sie ziemlich geil und rockten was das Zeug hält. Nur leider leider war es einfach noch zu früh für die meisten, um sich stilvoll und sinngemäß zu der Musik zu bewegen und so rockten sie da vorne leider ziemlich alleine. :/ Immerhin schaffte der Sänger es noch ein paar Leute dazu zu bewegen ihn aufzufangen und er ließ sich von diesen ein bischen herumtragen, während er ganz cool weiter in sein Mikro brüllte.
Wohwowo. Rock die Scheiße fett! Nach einer kurzer Pause betraten die Mad Monks die Bühne und sofort war von dem Platz davor nichts mehr zu erkennen. Alles war voller Menschen das war schon fast unheimlich! Und natürlich waren die Mad Monks gut! Sie sind es immer! ;) Da mir meine Beine noch vom Vortag so richtig doll weh taten, tanzte ich nicht ganz so extrem, ging dabei aber trotzdem noch gut ab. Wie es die Tradition verlangt, schmissen sich bei „Mechiko“ alle Zuhör-Schauer brav in den Dreck und warteten, bis die Musik wieder begann. Die Mad Monks waren nach NoRMAhl, die zweite der drei Bands im Bunde, auf die ich mich wie ein Kind freute und sie übertrafen meine Erwartungen sogar wieder einmal.
Die nächste Band Samstag waren The Creetins aus Kiel, die ganz gute Musik ablieferten, mich aber auf Grund der Eintönigkeit nicht beeindruckten. Unterdessen, traf ich Marcel alias Uarrr!, den ich auch schon kurz nach meiner Ankunft am Freitag kurz gesprochen hatte wieder und wir unterhielten uns kurz. Sei Kumpel lud uns noch zum Schrottrock Festival ein und dann gingen wir wieder getrennte Wege. Ich froh als auch The Creetins das Feld räumten und Platz machten für die Überband schlechthin: Bitume!
Bitume waren Gott! Anders kann man das nicht sagen. Ich konnte alle Lieder mitsingen und tanzte mir nachdem ich mein Bier aushatte die Seele aus dem Leib! Bitume traten in einer anderen Formation auf als gewohnt… Für den Bassisten, welcher heute nicht auftreten konnte, stand sein Bruder auf der Bühne. Etwas später trat noch ein Friseur aus Oldenburg auf die Bühne, der genau ein Lied Zeit hatte, einem Mädel eine neue Frisur zu verpassen. Da war nochmal richtig Action auf der Bühne angesagt! Nach 100 Zugaben, verließen die Jungs leider die Bühne um Platz zu machen für Frau Doktor, eine Ska-Band (angeblich die beste Deutschlands) aus Wiesbaden.
Die Musik hat mir schon gefallen und getanzt hab ich auch bis zum Schluss, aber Bitume waren eindeutig mehr mein Fall, zumal ich von Frau Doktor auch nicht ein einziges Lied kannte. Nach weiteren 150 Zugaben und Lobhymnen an das Organisationsteam leutete das Ende dieses wunderbaren Festivals ein. Eigentlich wollte ich mit Marcel noch ‘n Bier trinken, aber es waren schon alle verschwunden, bzw. ich konnte keinen mehr finden. Also in diesem Sinne: Alles gute nachträglich, Marcel, den ich nur als Marci kenne! ;)
Ich ging wieder zu meinem Fahrrad, welches ich auch schnell aufgeschlossen bekam und fuhr ohne weitere Zwischenfälle nach Hause, während mir mein Handy Licht spendete. Dort fiel ich totglücklich und genauso kaputt in mein Bett und schlief friedlich ein.
Fonsstock 2007 – Tag 1
Ich war da. Freitag, sowie Samstag!
Freitag Nachmittag um 17:00 Uhr fuhr ich ohne Verpflegung oder dergleichen von zu Hause los und traf mich vor dem Festivalgelände mit Sören und ‘nem Kumpel von ihm. Da die anderen beiden schon die 20€ Eintritt gezahlt hatten gingen sie vor, während ich mir meine Karte kaufte und auch eines dieser schicken rosa Bänder erhielt.
Auf dem Gelände traf man auch sogleich Bekannte (Ich kannte zwar so gut wie keinen von denen aber das tut nichts zur Sache. Man lernte sich halt kennen). Darunter auch den Bassisten von Evil Clown, die das Festival eröffnen sollten. Natürlich waren die Leute zu diesem Zeitpunkt noch träge und so verwundert es auch nicht, dass der Bereich vor der Bühne leer blieb, nachdem unser Bassist verspätet diese erreichte und Evil Clown loslegten. Dennoch standen ein paar von uns ein oder zwei Lieder vor der Bühne und nickten höflich mit dem Kopf. Danach schlenderten wir aber wieder Richtung Sitzbank, während Evil Clown weiter lärmten. Mir hat ihre Musik eigentlich ganz gut gefallen. Naja, bis auf ein AC/DC-Cover… aber das interessiert hier nicht. Sie spielten nunmal viele Cover. Etwas später traf ich noch Marcel alias Uarrr! oder auch Pompe in dem Getümmel und stellte mich kurz vor. Das war das erste Meet and Greet zwischen Uarrr! und derSich und ziemlich knapp gehalten^^.
Nach Evil Clown waren Incomplete an der Reihe, welche mir und den anderen aber nicht besonders zusagten und so ging ich mir mein erstes Bier kaufen und man unterhielt sich ‘ne Weile. Als Incomplete endlich fertig waren, wagte man sich wieder vor die Bühne, denn Coolidge aus Nordenham spielten. Un die waren garnicht mal übel, die Musik sagte mir sehr zu und der Sänger war auch ein kleiner Komiker^^. Gleich darauf war die nächste Band aus Nordenham, namens „Die Versager“, an der Reihe. Die Band gibt es eigentlich seit 10 Jahren nicht mehr, aber für einen alten Bandkollegen (glaub ich) haben sie sich noch mal zusammengesetzt und dieses eine Konzert gegeben! Dabei mischte auch der Sänger von Coolidge wieder mit ;).
Mittlerweile hatte ich schon einige neue Gesichter kennengelernt und wir haben zusammen gepogt und getrunken. Die vorletzte Band des Abends war The Apers aus Rotterdam. Die waren recht gut, aber nicht so wirklich mein Fall, weshalb ich mich auch irgendwie ein bischen gefreut hatte, als sie aufhörten. Als letztes standen NoRMAhl auf dem Plan, doch alle schienen zu verschwinden! Als ich nachfragte, wo die denn nun alle hin wollen bekam ich als Antwort: „Ins Eldo!“ Das Eldorada ist eine sehr kleine und ziemlich schäbige Metal/Rock Kneipe in Nordenham und auch die einzige… Ich hab noch ‘ne Weile versucht Sören und die anderen Umzustimmen, aber es war vergebens :/. Was für Horsts! Die mit Abstand geilste Band des Tages will gerade anfangen zu spielen und die gehen ins Eldo… ich fass das bis heute nicht! Das sollte mich aber nicht davon abhalten, mir die Schienbeine kaputt zu pogen und so gut wie alle Texte komplett in die Nacht hinein zu brüllen!!! JA, ICH HATTE MEINEN SPASS! :D Die Jungs sind einfach bombe und das nach vielen, vielen Jahren und zu meinem Glück fand ich doch noch den einen oder anderen, den Sören mir vorher vorgestellt hatte und mit denen beim Pogo die Sau rauslassen!
Völlig geschafft schlich ich, die Schmerzen im Fuß, Richtung Fahrradständer, brauchte eine halbe Ewigkeit, um mein Rad von dem Schloss zu befreien, stellte fest, dass ich hinten einen Platten hatte und fuhr Richtung Heimat. Dabei brauchte ich unmenschlich Lange. Die Strecke die ich bei schlechter Wetterlage in 15 Minuten fahre, schaffte ich jetzt in einer knappen Stunde. Naja gut Zwischenstopp inklusive… das Rad ließ sich nämlich nicht mehr wirklich voranbringen und so stieg ich ab, um mich einfach mal mitten auf den (so gut wie garnicht befahrenen) Weg zu legen und starrte in den Himmel.
Irgendwann raffte ich mich auf, kramte die Luftpumpe raus und befüllte mit der produzierten Luft meinen hinteren Reifen. Dann legte ich mich wieder eine Weile hin, raffte mich erneut auf und fuhr weiter. Das alles nur um festzustellen, dass nun der vordere Reifen platt war. Wahrscheinlich war er das die ganze Zeit, aber es fiel mir erst jetzt auf. Ich hielt also noch mal an und befüllte auch den vorderen Reifen mit Luft. Die ganze Aktion brachte mir gut und gerne einen Geschwindigkeitsschub von 1-2 km/h.
Zu Hause angekommen konnte ich meine Beine nun garnicht mehr bewegen, blieb eine Weile im Hausflur liegen und raffte mich dann auf um ins Badezimmer zu gelangen. Dort legte ich meine (ziemlich schmutzige, denn es hatte geregnet und der Boden vor der Bühne kam einem Schlammbad gleich) Kleidung ab und lag dort auch noch mal einige viele Minuten rum, bis ich mich erneut aufraffte und es endlich in mein heiß geliebtes Bett schaffte. Was für ein geiler Tag! :D
Glückwunschkarte
Heute ist die Goldene Hochzeit von meinen Großeltern. Da ich bisher noch kein Geschenk und auch keine Karte besorgt hatte, entschloss ich mich selbst eine Karte zu basteln. Zunächst frickelte ich das Bild am PC zusammen, wobei ich folgendes Motiv als Ausgangspunkt hatte:

Hier die Evolution einer 1A-Bildbearbeitung!

Als nächstes musste ich es ausdrucken, was ziemlich bescheiden aussah… also besorgte ich mir Gold-Papier (ungefähr so dick wie dünne Pappe), welches meine Mutter schon für Ihr Geschenk verwendet hatte, schnitt mir daraus eine Karte aus und klebte mein Bild auf diese. Jetzt noch schnell reingekritzelt und fertig war sie. ;)
vorne

innen

Seitenansicht

Mir fällt hier kein passender Titel ein…
Samstag musste ich früh aufstehen, denn meine Mutter, mein Bruder und ich sind nach Kiel gefahren. Gegen viertel vor 10 kauften sie und ich noch schnell ein paar belegte Brötchen und Kuchen bei Markant und holten dann meinen Bruder ab. Gegen 10 Uhr machten wir uns also, mit meiner Mutter als Fahrerin, auf den Weg nach Kiel.
Bis Bremen verlief die Reise ereignislos und wir hatten keine Verkehrsprobleme, dann jedoch gerieten wir in einen stockenden Verkehr irgendwo auf der Autobahn zwischen Bremen und Hamburg (Und das nicht nur einmal!). Zu diesem Zeitpunkt steuerte allerdings mein Bruder den Wagen. Die beiden hatten schnell an einer Raststätte getauscht, da sie Kopfschmerzen hatte.
Etwas später gerieten wir in einen richtigen Stau! Kai (Bruder) stieg aus dem Auto und schaute nach vorne, wie weit die Schlange ist. Er konnte kein Ende ausmachen und so hieß es erstmal warten… Im Verkehrsfunk haben sie komischerweise auch nichts von einem Stau in diesem Bereich berichtet, was uns sehr wunderte.
Nach einer Weile hörten wir ein Martinshorn und erspähten dann in einiger Entfernung einen Polizeiwagen (Wir hatten einen weiteren bereits kurz zuvor auf der anderen Straßenseite gesehen. Vermutlich war es der selbe.). Wir fuhren natürlich sofort alle an den linken Straßenrand, damit der Wagen durch die Mitte hindurchfahren konnte. Etwas später kamen noch ein Krankenwagen und Notarzt hinterher. Schon nach kurzer Zeit konnten wir langsam weiterfahren, wurden allerdings nach rechts gewunken, weil ein Feuerwehrwagen auf der linken Spur durchwollte.
Da sahen wir auch schon den Grund für den Stau. Ein Geländewagen stand in verkehrter Richtung auf der Fahrbahn, war ziemlich eingedetscht und umgeben von einigen anderen (ebenfalls verunglückten) Autos. Auf der Leitplanke saßen einige junge Leute (sahen unverletzt aus) und auf dem Boden bekam irgendwer eine Infusion. Nach etwa einer halben Minute fahrt sahen wir noch 2 weiter Wagen am Straßenrand stehen (ebenfalls leicht beschädigt). Warscheinlich waren sie in den Unfall mit hineingeraten und haben ihre Autos ein bischen abseits „geparkt“. Das Polizeiauto war auch dort und ein Polizist schien die Verunglückten zu befragen.
Der Rest der Reise verlief zum Glück ebenfalls relativ ereignislos, wir gerieten nur wieder in einen Stau….
In Kiel angekommen suchten wir nach der Uni-Klinik, die wir auch sehr schnell fanden und parkten das Auto. Meine Mutter musste sich noch kurz schminken und dann schnappten wir die Sachen und gingen los.
Die Klinik machte einen sehr ordentlichen Eindruck und laut meinem Vater ist sie auch wirklich sehr gut und neu. Wir öffneten die Tür zu seinem Zimmer und konnten die Freude in seinen Augen förmlich sehen! Der arme Kerl. Es kam erstmal ein kleines Geknuddl und dann wurde eine ganze Zeit geredet. Die Ärzte wissen noch immer nicht was er hat, machen aber viele Tests mit ihm. So bekommt er unter anderem auch Elektroschocks.
Bisher dachte man ja es sei „Morbus Sudeck“, aber dessen ist man sich jetzt nicht mehr sicher. Vielleicht weiß man da nächste Woche näheres…
Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile mit ihm im Wohnzimmer und aßen dabei den Kuchen. Danach gingen wir raus, wobei er diesmal nicht die Krücken, sondern einen Rollstuhl benutze.
Am Wasser angekommen setzten wir uns ans Hafenbecken und redeten weiter… Im Wasser konnte man einen Schwarm Quallen ausmachen. Faszinierende Tiere. Ihr ganzer Körper ist ein einziger Verdauungapparat und ich glaube sie haben nich mal ein Gehirn und somit auch keine Nerven. Im Becken schwammen auch ein paar Schwäne und Möwen, die auf Futtersuche waren. Die Sonne schien.
Wir erfuhren, dass mein Vater in der Schmerzklinik wohl noch die harmlosesten Beschwerden hat. Sein Zimmernachbar (ein ehemaliger Krankenpfleger) hat Krebs. Und zwar so viel, dass er nur noch wenige Wochen zu leben hat. Er bekommt auch 150mL Morphium am Tag, damit er die Schmerzen ertragen kann. Dieses Wochenende war er zu Hause bei seiner Freundin und seinen Kindern und der Arzt gab ihm genug Morphium für die Zeit in der er weg ist mit. Niemand weiß, ob er Montag wiederkommen wird… Wenn die Bauchspeicheldrüse platzt, hat er noch einmal richtig fiese Schmerzen und dann wars das. Soweit wird der es aber nicht kommen lassen. Er erzählte meinem Vater, dass er sich mit dem restlichen Morphium den Goldenen Schuss setzen wird, wenn die Schmerzen kommen.
Dann erzählte er noch von zwei Frauen, die auch Morbus Sudeck haben. Diese haben es allerdings in der Hand. Die eine in der linke, die andere in der rechten Hand. Eine weitere Seniorin hat beim Zahnarzt die letzten Zähne gezogen bekommen und ihre Nerven wurden dabei erheblich verletzt, so dass sie jetzt immer Schmerzen hat. Die Ärzte konnten ihr nich helfen und haben sie wieder nach Hause geschickt.
In ein weiteres Zimmer gehen die Ärzte und Schwestern/ Pfleger nur mit diesen grünen Anzügen, Schutzbrille und Mundschutz rein. Mein Vater meint, dass er es riechen kann, wenn die Tür dort nur einen Moment auf war. Niemand weiß wer da so hinwegetiert. Vielleicht hat dieser Mann offene Wunden oder schlimmeres… Niemand scheint gerne in dieses Zimmer zu gehen.
Im Verlauf des Nachmittags am Wasser erzählte er uns auch noch von den Kellerräumen der Klinik. Ein Pfleger hat ihn dort unten durch die Gänge geschoben und dabei mussten sie durch einen OP-Raum, in dem ein Mann auf dem Operationstisch saß und Ärzte um diesen herumstanden… Da wurde ihm wohl ziemlich mulmig. Noch mulmiger wurde ihm, als er in einen Raum ohne Fenster geschoben wurde, in dem alle möglichen, gefährlich aussehenden, elektronischen Geräte herumstanden. Dort hatte er richtig Angst. Zwei Ärztinnen nahmen ein Buch zur Hand und verbanden die Kabel nach dieser Vorgabe mit ihm. Sie waren sich absolut unsicher und dann meinten sie irgendwann „Ich versteh das nicht, es ist alles richtig angeschlossen, es müsste schon längst was passieren.“. Darauf meint mein Vater nur: „Es kribbelt aber schon!“. Sie hatten den Stecker nicht reingesteckt… Tolle Kiste. Er muss wirklich Angst gehabt haben.
Die Ärztinnen wussten nicht mehr weiter und riefen den Oberarzt. Auch dieser wusste nicht so recht, wie man alles anschließt und auf die Frage meines Vaters ob sie diese Untersuchung öfters machen entgegnete er nur, dass es keine Routineuntersuchung sei und auch nur selten einen Erfolg verzeichnet. Darauf fragte er natürlich warum, sie diese Untersuchung dann überhaupt machen und der Oberarzt meinte, dass sie ja vielleicht genau bei ihm mit dieser Hilfe etwas feststellen könnten. Die Untersuchung wurde dann abgebrochen…
Ein anderes mal war er wieder in diesem Keller und sollte dort von einem Pfleger abgeholt werden, da er nicht alleine rausgefunden hätte. Eine geschlagene halbe Stunde kamen dann 2 Pfleger mit einem riesigen Gerät an und wollten ihn abholen. Draußen stand noch ein Krankenwagen. Nach einem kurzen Dialog stellte sich aber wohl heraus, dass ein Missverständins vorlag, denn eigentlich sollte nur ein Pfleger kommen und einen Rollstuhl mitbringen. Warscheinlich ist dieser Pfleger jetzt mit dem Rollstuhl an einen anderen Ort gefahren und hat dort jemanden gefunden, der einen Krankenwagen brauchte…
Wir gingen weiter am Hafenbecken entlang und schauten uns eine ganze Weile riesige Kreuzfahrtschiffe an und beobachteten sie beim Wenden, was ungefähr so spannend war, wie Schach im Fernsehen. Dies ist eines davon:

Nachdem dieses Schiff verschwunden war gingen wir zurück in die Klinik, wobei es schwer war den Rollstuhl den steilen Hang hochzubekommen. Alleine hätte er es niemals geschafft. Es wurden noch die Sachen umgepackt und Zärtlichkeiten ausgetauscht und dann trennten sich unsere Wege leider am Fahrstuhl…
Nachdem wir das Parkticket eingelöst hatten setzten wir uns ins Auto und machten uns auf den Weg. Diesmal fuhr ich. Vom Fenster aus dem zweiten Stock winkte Papa uns traurig hinterher. Wir taten es ihm gleich :(
H-Blockx
Früher fand ich sie mal richtig geil und sie waren so eigenständig. :)
Trashig konnten sie damals auch noch sein, was folgendes Video beweist (einfach genial!):
Jetzt starten die Jungs einen Neuanfang und klingen wirklich sehr rund. Nur leider fehlt ihnen meiner Meinung nach jetzt die Eigenständigkeit. Es klingt so gewöhnlich. Das sind nicht die H-Blockx die ich mal gemocht habe :/
Dennoch gefällt mir das neue Lied:
Ins Album reinhören werde ich auf jeden Fall, ob ich es auch kaufe ist allerdings fraglich…




