Dienstag, 27. Dezember 2005 Subway to Sally – Bremen

22. Mai 2007 at 4:01 pm (Hauptblog, Konzerte)

Es ist jetzt 01:16 am Mittwochmorgen. Ich sitze hier also schon über eine halbe Stunde um mich auszuruhen. Jetzt ist es so weit, ausgeruht und frisch ans Werk, der nächste Konzertbericht muss her!Meine Karte ließ ich schon einige Wochen vor dem Konzert über meinen Klassenkameraden, Christian bestellen, welcher natürlich auch zu diesem Konzert wollte. Die Vorfreude war groß… Bereits als ich vor einigen Monaten erfuhr, dass Subway to Sally definitiv wieder am 27. in Bremen spielen werden, war für mich klar: „Da MUSST du hin!“ Letztes Jahr bin ich ja krank gewesen (und war trotzdem dar, was meiner Gesundheit nicht gerade gut tat… aber das steht in einem anderen Bericht).

Am Tag des Konzertes war die Freude groß, ungefähr siebenmal so groß, wie an dem Tag, an welchem ich meine Karte das erste Mal in den Händen hielt. Da ich den Tag zuvor locker 12 Stunden schlief, war ich nicht müde und machte die Nacht durch. Ich erfuhr dann, dass wir um 17:30 Uhr die Reise ins nahe Bremen antreten wollten und stellte mir etwa eine Stunde zuvor den Wecker, damit ich es auch ja nicht vergesse. Irgendwann, es muss etwa 17:00 Uhr gewesen sein, hatte ich keine Lust mehr zu warten und begann schon mal meine Schuhe zu putzen (die von der letzten Party noch ziemlich „farbverändert“ aussahen). Nach Beenden dieser Arbeit beschlagnahmte ich das Badezimmer und machte mich erstmal „ready to rock Bremen“. Hoppla, beinahe hätte ich vergessen Geld einzustecken und es war kaum noch Zeit, JD war schon bei Kai und sie zusammen auf dem Weg zu meinem zu Hause, welches sich nur einen Ort weiter befindet. Dank meiner Mutter musste ich nicht mit leerem Portmonee gehen, da sie mir etwas Geld barg. Ein Paar Sekunden später viel mir dann ein, dass ja Weihnachten gerade vorbei war und ich somit nur in einer der Weihnachtskarten nach Geld hätte sehen müssen. >_>

Zur verabredeten Zeit klingelte es schließlich und als ich die Tür öffnete, stand Kai vor mir, der wohl schon damit rechnete, dass ich nicht fertig sein würde. Aber ich war fertig und so konnten wir gleich starten. Kurz JD begrüßt und ab dafür. Natürlich lief im CD-Player Subway to Sally, damit wir uns schon mal einstimmen konnten.

Nach einiger Fahrerei auf Straßen, die wir gar nicht hätten benutzen müssen (Wir haben uns verfahren), kamen wir schließlich am Ziel, dem „Aladin“ in Bremen, an und begaben uns auf die Suche nach einer Parkmöglichkeit. Dies erforderte wiederum Engelsgeduld, denn der Weg führte uns zunächst in eine Feuerwehrausfahrt und wir mussten umkehren. Irgendwo am Straßenrand schließlich, fanden wir die ersehnte Parklücke und freuten uns ’nen Keks. Vom letzten Jahr wussten wir, dass diejenigen, die Bereits in Besitz einer Karte sind, durch das „Tivoli“, welches sich direkt neben dem „Aladin“ befindet, die Räumlichkeiten betreten können.

Um kurz nach 19 Uhr öffneten sich die Pforten und wir wären auch gerne herein gestürmt, draußen war es arschkalt und ich hatte nur ein kurzärmliges Hemd an, aber es war physikalisch unmöglich, spricht: Die Security hat das nicht zugelassen… Oder übel, warteten wir ungeduldig in der Kälte und mit jedem Schritt den wir auf den Eingang zu taten wurde mir ein bisschen wärmer ums’ Herz (allgemein am Körper). Der nette Herr von der Sicherheit bat schon mal „alles was männlich und in Besitz einer Karte ist“ nach vorne, da Frauen ja von Frauen durchsucht werden müssen. So konnte ich mich vor ein Paar Mädchen „schmuggeln“ und meine Karte wurde abgerissen. Der Weg war frei!

Im Inneren angekommen, drückte man mir auch sogleich einen kleinen Zettel in die Hand, dem ich entnahm, dass „Cultus Ferox“ im März hier spielen würden, GEIL! Es war zwar noch etwas Zeit, bis die Vorband „Leave’s Eyes“ loslegen sollte, aber das hielt uns nicht davon ab, uns vorab einen Platz in den vorderen Reihen zu sichern! Einige Zeit später, traten auch Christian und seine Freunde ein und wir bauten uns nebeneinander auf.

Es muss schon 20:15 Uhr gewesen sein, da trat die Vorband „Leave’s Eyes“, welche international besetzt ist (so kommt die Sängerin z.B. aus Norwegen und der Sänger aus Deutschland), auf die Bühne. Zunächst stand ich denen skeptisch gegenüber, da ich diesen Operngesang eigentlich nicht besonders mag. Als jedoch der Sänger seinen ersten Part hatte, war ich begeistert! Fortan strengte ich mich jedes mal wenn er sang so richtig an, mit dem Klatschen und Bangen und ließ danach wieder nach. Entgegen meinen Erwartungen entpuppte sich die Vorband doch als gute Vorbereitung auf Subway to Sally und meine Arme zeigten erste Anzeichen von Schwäche. Nachdem „Leave’s Eyes“ verabschiedet wurden, begab sich das Personal, welches für den Aufbau zuständig war, auf die Bühne und machte sich ans Werk. Kai bezeichnete sie passender Weise als „Peons“ (das sind Arbeitereinheiten in dem Computer-Strategiespiel „Warcraft“) und ich musste drauf herzhaft lachen. Wie recht er doch hatte! Die Peons wollten einfach nicht verschwinden und fummelten und bastelten ohne Gnade.

Schlussendlich jedoch, begab es sich, dass man auf einmal keinen Helfer mehr erspähen konnte, das Licht ging aus und Subway to Sally betraten die Bühne! Ein riesen Getöse herrschte in der Halle und die Band spielte sofort „Sarbande de Noir“ zum Einstieg. Nach diesem kleinen Intro wurden wir freundlich begrüßt und es ging direkt weiter mit „Schneekönigin“. Man muss dazu sagen, dass Frau Schmitt sich zu diesem Zeitpunkt, als einziges Bandmitglied, noch nicht auf der Bühne befand. Passenderweise schlich sie bei „Schneekönigin“ auf die Bühne und trug ein weißes Gewand. Der Auftritt war mal wirklich gelungen!

Es ging weiter mit „Feuerland“, gefolgt von der Ansage zu einem ganz besonderen Schiff… einem aus Fleisch, „Knochenschiff“-Zeit! Dieses ist eines meiner liebsten Lieder und offensichtlich geht es nicht nur mir so, denn die Reihe hinter uns fing kräftig an zu pogen und ich spürte den einen oder anderen Ellenbogen in meinem Rücken. Ungeachtet dessen, verteidigte ich meinen Platz und wich nicht zur Seite, was nicht gerade einfach war. Zum Glück kam als nächstes ein ruhigeres Lied, „Kleid aus Rosen“ nämlich. Wobei auch dieses seine schnellen Parts hat und die Ellenbogen meinen Rücken massakrierten.

Es ist bei Subway to Sally Tradition, dass Eric Fish, der Sänger, einige Rosen unter den weiblichen Fans verteilt und eine Freundin meines Kumpels konnte eine ergattern, was sie sicherlich sehr glücklich machte. Eine Rose jedoch, behielt Eric bei sich. Er fiel vor Frau Schmitt auf die Knie und reichte ihr die Rose. Wenn die beiden nicht schon seit Ewigkeiten zusammen in einer Band spielen und nur Freunde sein würden, könnte man das glatt als Liebesgeständnis ansehen. Nett anzuschauen war es allerdings trotzdem! Danach lief es romantisch weiter mit dem „Liebeszauber“. Die Setlist verrät, es ging mit „Die Schlacht“ weiter. Bei diesem Lied konnte ich dem Druck von hinten endgültig nicht mehr standhalten und wurde gegen meinen Willen weiter nach vorne gepogt. Dort traf ich auch Christian wieder und wir sangen gemeinsam „Unsterblich“ mit.

Nach diesem Lied sprach Eric wieder einige Worte. Er kündigte ein Lied an, welches für die Szene geschrieben wurde, „Eisblumen“. Wie zu erwarten sangen alle lautstark mit und das war wirklich ein schöner Moment. Anschließend ging es mit Lacrimae ’74 weiter, welches nur instrumental ist. Mit diesem Lied wurde auf „Maria“ eingestimmt, welches wieder ein sehr ruhiges Lied ist, dicht gefolgt von „Traum vom Tod II“, ebenfalls ein Kultlied, der Band. Und genau nach diesem Lied hielten Kai und ich es nicht mehr aus, in der Hitze (Subway to Sally benutzen auch gerne Pyrotechnik) und kämpften uns Richtung Bar. Das erste Stück war auch ein Kinderspiel, da alle brav Platz machten. Je weiter wir allerdings nach hinten kamen, desto enger wurde es seltsamerweise. Irgendwie schafften wir es aber auch durch diese Horden und waren fast am Ziel, als ich mit den harten Worten: „DU KOMMST HIER NICHT VORBEI!“ aufgehalten wurde. Ein Fan hatte, diese Worte von sich gegeben und sie hätten passender nicht sein können! Nichts desto trotz setzten wir den Weg fort und ganz hinten Im Saal, konnte man auch wieder atmen und erstmal bei ein Paar kalten Cola zu neuen Kräften kommen. Die Eiswürfel, die ich, nach Austrinken der Cola, kaute, waren die reinste Wohltat. Genau die richtige Erfrischung! Während wir und durch die wütenden Horden kämpften spielte die Band „Feuerkind“ und „Das Rätsel II“.

JD hatten wir schon vorher in der Menge verloren, ihm ging es ziemlich schlecht, wegen der Hitze und so zerriss er erst zunächst sein T-Shirt (welches er unter dem Hemd trug) und warf es einfach auf den Boden. Etwas später kämpfte er sich aus der Menge um etwas trinken zu gehen. Das war etwa drei Lieder bevor Kai und ich selbiges taten.

Wir hatten nicht mehr den Nerv, uns noch einmal durch die Menge zu kämpfen, um ganz vorne stehen zu können und so gaben wir uns mit einem Platz ganz hinten zufrieden (dort hatte man zumindest Platz und die Stimmung war auch hier gut). Von Dort aus lauschten wir wie Subway „Sag dem Teufel“, gefolgt von „Ohne Liebe“ spielten und schüttelten unsere Mähnen und tanzten kräftig mit.

Als letztes Lied stand „Veitstanz“ auf der Liste. Ich befürchte, dass ich von diesem Lied den Großteil meiner Nackenschmerzen habe… Ich liebe es einfach… und da schüttelt man schon mal kräftig den Kopf bis er vom Hals abzufallen droht! :D

Schluss, Aus, Ende, Finito!

Oder doch nicht?

Wie es sich für eine richtige Band gehört, gab es natürlich auch noch einige Zugaben! „Zuerst „Cromdale“, gefolgt von „Die Hexe“ und einem meiner absoluten Lieblingslieder, „Falscher Heiland“! Daraus folgt, dass meine Nackenschmerzen sich noch einmal verstärkten, was ich aber nicht weiter schlimm fand, denn schließlich war es das wert!

Subway to Sally verließen ein zweites Mal die Bühne und wir sangen alle „Julia und die Räuber“, um sie wieder auf die Bühne zu locken. Mit Erfolg! Schon kurze Zeit später, sah man die Sieben wieder auf selbiger und sie spielten „Sieben“. Der absolute Tiefpunkt des Konzertes, da ich dieses Lied nicht besonders mag. Dementsprechend wenig bewegte ich mich auch währenddessen und so freute ich mich, als dieses Stück sein Ende fand.

Wieder sang die Menge: „Blut, Blut, Räuber saufen Blut. Raub und Mord und Überfall sind gut!“, den Text von „Julia und die Räuber“, genau wie im letzten Jahr trat Eric nach vorne und fragte: „Was ist denn das für ein komisches Lied, das ihr da eingeübt habt?“ Darauf hin bekam er seinen Dudelsack gereicht und spielte darauf die wunderbare Melodie von besagtem Lied. Das Publikum sang dazu, wie auf jedem Subway to Sally Konzert. Das ist einfach ein ganz besonderer Moment. Da die Zahl Sieben ja Eric’s neue Lieblingszahl zu sein scheint, ließ er uns nach Ende des Liedes noch siebenmal dessen Text singen und das taten wir mit Freude!

Zum krönenden Abschluss kam es gegen 23:15 Uhr mit „Seemannslied“. Subway to Sally bedankten sich und verschwanden, unter tosendem Beifall, hinter der Bühne. Das war mal wieder ein geiles Konzert!

Kai und ich begaben uns nach draußen in die Kälte (welche sich mit schweißnasser Kleidung noch stärker auswirkt), um auf unseren Fahrer, JD, zu warten. Als dieser nicht kam schrieb Kai ihm eine SMS und wir begaben uns schon mal zum Auto, damit wir ihn nicht übersehen, falls er den anderen Ausgang benutzen sollte. So saßen wir da und warteten in der Kälte. Es kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor, schien aber wohl nur etwa 5-10 Minuten zu dauern, da riss mir der Geduldsfaden und ich opferte einige Cents um ihn von meinem Handy aus anzurufen. Er ließ verlauten, dass er sich auf dem Weg befände und wir warteten sehnsüchtig auf ihn.

Endlich erschien er, wir setzen uns ins Auto und fuhren heim (nicht ohne noch vorher einer berühmten Fastfood-Kette, welche mit „M“ beginnt einen Besuch abzustatten…). Jetzt hocke ich seit geraumer Zeit an meinem Computer um diesen Bericht zu schreiben und bin nun, um 03:45 Uhr, endlich fertig!

Hier noch mal die

Setlist:

Sarbande de Noir

Schneekönigin

Feuerland

Knochenschiff

Kleid aus Rosen

Liebeszauber

Die Schlacht

Unsterblich

Eisblumen

Lacrimae ’74

Maria

Traum vom Tod II

Feuerkind

Das Rätsel II

Sag dem Teufel

Ohne Liebe

Veitstanz

Zugaben:

Cromdale

Die Hexe

Falscher Heiland

Sieben

Julia und die Räuber

Seemannslied

Schlussendlich lässt sich sagen: Das War mal wieder ein richtig geiles Konzert, nächstes Jahr bin ich wieder dabei! :D \\m//

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