Kampf der rlls.dll

5. November 2007 at 12:31 pm (Hauptblog)

Als ich aus dem Urlaub wiederkam setzte ich mich nichtsahnend an meinen Rechner. Nach einiger Zeit schmierte dieser ab… nach einem Neustart lief er erstmal wieder ’ne Weile astrein, schmierte dann aber immer wieder ab. Ich war sauer und ließ also erstma Ad-aware durchlaufen. Das Ergebnis waren über 60 Funde. Keine schöne Sache! Nachdem ich diese Probleme beheben ließ startete ich Spybot S&D nur um ganz sicher zu gehen. Vor dem Suchlauf ließ ich aber sicherheitshalten eine Kopie der Registry anlegen. Spybot fand auch noch einiges an unangenehmer Software auf dem PC. Ich ließ das Programm die Probleme beheben und startete meine Kiste neu.

Nach dem Neustart ging netzwerktechnisch garnichts mehr. Ich versuchte Google zu öffnen – nichts. Ich versuchte mein Mailprogramm zu öffnen – nichts, ich versuchte einige unserer Server anzupingen – nichts. Dann stellte ich fest, dass ich gar keine IP-Adresse mehr hatte, woraufhin ich erstmal hoch in den Serverraum ging und guckte, ob überhaupt noch eine Adresse im DHCP-Bereich frei war. Es waren in der Tat nur noch sehr wenige Adressen frei und so sicherte ich mir schnell eine von diesen, indem ich die IP-Adresse aus dem Verteilungsbereich ausschloss. Diese feste IP stellte ich nun an meinem PC ein und siehe da – nichts! -.-

Sicherheitshalber setzte ich noch mal einen Ping an diverse Server ab. Diese wurden komischerweise auch alle beantwortet. Netzwerkkonnektivität bestand also wieder, nur konnte ich diese mit keinem Programm benutzen. Noch immer kein Zugriff aufs Internet/ Netzwerk. Ich fummelte wirklich noch lange an der Kiste rum, bis ich etwas relativ unlogisches Tat. Ich erinnerte mich daran, dass ich mit Spybot eine Kopie der Registry erstellt hatte und stellte die gelöschte Spyware erfolgreich wieder her. Nach einem Neustart funktionierte dann wieder alles. Ich war verblüfft und verärgert, wusste nun aber zumindest woran das ganze lag.

Die Datei die wieder hergestellt wurde war eine Programmdatei im System32 Ordner (rlls.dll). Ich suchte sofort im Internet danach und wurde direkt fündig: Es handelt sich hierbei um eine Datei die Windows zwar vorgibt, aber nicht unbedingt notwendig ist. Sie ist in der Lage Tastatureingaben zu speichern und kommt daher nur bei den wenigsten Windows XP-Installationen zum Einsatz. Ich habe die Datei auch noch nie zuvor gesehen, sie stellt wohl wirklich ein enormes Sicherheitsrisiko dar.

Bei meiner Datei handelte es sich allerdings nicht um die original Windows Datei, sondern um ein von den Firmen RelevantKnowledge und Marketscore geschriebenes Programm ohne das (einmal „installiert“ – ich wurde nie gefragt, ob ich es installieren will!) sämtliche Netzwerkaktivitäten lahmgelegt werden.

Nach weiteren Recherchen stieß ich irgendwann auf die Lösung des Problems. Das kleine Tool LSPFix.exe hat das Problem beheben können und mein System funktioniert nun auch wieder ohne diese SCHEISS Datei. Ich bin soooo glücklich! Das war wirklich ein ziemlich fieses Teil und hat mich mindestens einen Arbeitstag gekostet. -.-

Falls also jemand mal das selbe Problem haben sollte. Hier habt ihr die Lösung. ;)

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3 Kommentare

  1. Kampfschnecke x) said,

    rofl? XD hattest du pause als du das geschrieben hast oder war dir einfach nur langweilig währrend der arbeit?????!

  2. derSich said,

    Mittagspause… *pfeif*

  3. Eydrién said,

    anscheinend seid ihr auf der arbeit nicht richtig ausgelastet!….frechheit! :D

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